ab 1949

Am Anfang stand die Idee, in Theesen wieder Vereinssport zu betreiben, wie bereits vor dem Kriege unter dem Namen “Grün-Weiß” Theesen.

Um darüber im kleinen Kreis interessierter Sportsfreunde zu sprechen – so erinnert sich Manfred Heidemann, damals als 14-jähriger Schüler “an der Hand” seines Vaters Heinrich dabei – trafen sich im Sommer 1949 im ‘Krug zum grünen Kranze’ in Theesen die Sportfreunde Paul Bökenkamp, Heinrich Heidemann, Willi Mahne und Paul Heidemann. Diese vier Sportfreunde gelten somit als Gründer des VfL 1949 Theesen. In dieser Runde wurde gleich zu Beginn beschlossen, nicht “Grün-Weiß” wieder neu aufleben zu lassen, sondern einen ganz neuen Verein zu gründen, den VfL 1949 Theesen, der als erstes mit Fußball begann und d em sich nach und nach auch Abteilungen mit anderen Sportarten angliederten. Als Vereinsfarben verständigte man sich sofort auf Rot und Weiß und legte fest, für den 1.Oktober 1949 Theesener Bürger zu einer Gründungsversammlung in den ‘Krug zum grünen Kranze’ des damaligen Gastwirtsehepaares Werner und Alma Lohmann einzuladen.

So wurde am 01.Oktober 1949 der VFL THEESEN von 45 sportbegeisterten Bürgern der damaligen Gemeinde Theesen gegründet. Die Gründungsversammlung fand unter dem Vorsitz vom damaligen Theesener Bürgermeister Heinrich Stender statt. Als erster Vereinsvorsitzender wurde Paul Bökenkamp gewählt. Die ersten Übungseinheiten der Fußballer fanden – nach Beseitigung vieler Bultshaufen (heute sagt man Maulwurfshaufen) auf einer Wiese des Landwirtes Schröder im Teilholz statt. Mit den Planungen zum Bau eines eigenen Sportplatzes wurde unverzüglich begonn en. Eine Sammelaktion bei der Bevölkerung in Theesen erbrachte einen Erlös von 342,50 DM. Von der Gemeinde erhielt man einen Zuschuß in Höhe von 300,00 DM. Mit dem Gastwirt Werner Lohmann, Theesen, konnte ein Pachtvertrag über sein 8.775 qm großes Gelände direkt hinter dem “Krug zum grünen Kranze” an der Jöllenbecker Straße für die Dauer von zunächst 8 Jahren abgeschlossen werden. Als ‘Gegenleistung’ fanden die Spielersitzungen und Mitgliederversammlungen für diese Zeit in diesem Gasthaus statt. Der junge VfL hatte damit sein erstes Zuhause.

Der Rasensportplatz wurde von den Vereinsmitgliedern nach Feierabend selbst errichtet. Die 65 x 105 m große Rasenspielfläche wurde am 27. August 1950 offiziell eingeweiht. Es fand ein Pokalturnier der Vereine TuS Dornberg, TuS 04 Sudbrack, SV Gadderbaum und BSV West statt. Der VfL Theesen bestritt ein Freundschaftsspiel gegen den TuS Vilsendorf. Als “humoristische Einlage” war das Spiel “der älteren Generation von Vereinsmitgliedern” gegen den Gemischten Chor Theesen gedacht. Freunde und Gönner sowie alle Mitglieder nahmen an einem “Bunten Lampionfest” teil. Zu diesem frühen Zeitpunkt verfügte der Verein bereits über 125 Mitglieder und zwei Senioren- und drei Juniorenmannschaften.

Die Spieler der damaligen 1. Fußball-Mannschaft waren:

Walter Horst,

Willi Hagedorn,

Helmut Behle,

Erwin Heidemann,

Walter Wörmann,

Richard Behle,

Heinz Kraemer,

August Tiemann,

Fritz Plaumann,

Willi Schlüter und

Heinz Heidemann.

Trainiert wurde die Mannschaft von Günter Voll. Nach einiger Zeit wurde dann eine Tischtennisabteilung gegründet, jedoch mangelte es an einer geeigneten Trainingsmöglichkeit. Am 02. August 1951 fand die Gründung der Damen-Handballabteilung statt. Die 14 sportbegeisterten Damen spielten Feldhandball und konnten dabei beachtliche Erfolge erringen. Leider mußte dann der Spielbetrieb nach einiger Zeit wieder eingestellt werden. Die erste “Fahrt ins Blaue” des gesamten Vereins organisierte Walter Engelbrecht im Jahre 1951. Der noch so junge Sportverein kam schnell in Fahrt und hatte in Walter Engelbrecht gleich den richtigen ‘Antreiber’, von dem später noch oft die Rede sein sollte.

Nach der Vereinsgründung im Jahre 1949 spielte die 1. Mannschaft zunächst in der Kreisliga C (damals 3. Kreisklasse). Sofort schaffte man den Aufstieg zur Kreisliga B (damals 2. Kreisklasse). Dort spielte man dann mit unterschiedlichem Erfolg und 1955 mußte man dann wieder zur 3. Kreisklasse absteigen. Erster Jugendleiter im VfL Theesen war Gerhard Stratemeier, heute Pensionär in Hamburg. Die A-Junioren 1952/53 wurden betreut von Erwin Pape. Auffälligster Spiel er des VfL war zu dieser Zeit Günter Tielke, der nicht nur mit 17 Jahren bereits vorzeitig in der 1.Mannschaft spielte sondern darüberhinaus auch der erste A-Junioren-Kreisauswahlspieler des VfL war.

An geeigneten Umkleidemöglichkeiten fehlte es, so mußten sich die Gastmannschaften in der Waschküche von Walter Engelbrecht umziehen. Die VfL-Mannschaften hatten ihr Domizil im Holzschuppen bei Familie Feldmann direkt neben dem Verei nslokal. Die Übungsabende der Tischtennisabteilung fanden auf dem Dachboden der Gaststätte “Krug zum grünen Kranze” statt. Die Damen-Feldhandballmannschaft wurde trainiert und betreut von Frau Albert.

Der erste Geschäftsführer des VfL, Walter Engelbrecht, war eindeutig der “Motor” in dem noch jungen Verein. Bei ihm liefen alle Fäden zusammen. Ballwart Willi Mahne achtete stets auf ein einwandfreies Ballmaterial. Die Bälle für das Training und für die Spiele wurden regelmäßig abgeholt und zur Pflege zurückgebracht.

Sehr schnell stellte sich jedoch heraus, daß der vorhandene Sportplatz ohne geeignete Umkleide- und Versammlungsmöglichkeiten nicht dazu geeignet ist, weitere Mitglieder aufzunehmen. So reifte der Entschluß bei den Verantwortlichen, an neuer (alter) Stelle einen Rasensportplatz mit Umkleidegebäude zu errichten. (In den Jahren 1939 -1940 hatte es bereits am heutigen Horstheider Weg Ecke Schildescher Straße einen Sportplatz des damaligen Vereins “Grün-Weiß ” Theesen gegeben.

ab 1955

Im April 1955 mußte der Spielbetrieb auf dem alten Sportplatz beim Gastwirt Lohmann eingestellt werden. Mit den Arbeiten für den neuen Sportplatz am Horstheider Weg hat man noch 1954 begonnen, jedoch konnte dieser neue Sportplatz noch nicht bespielt werden. In den Bauausschuß waren 6 Sportkameraden gewählt worden, u.a. auch der Architekt Heidemann. Die ersten Ehrenmitglieder im Verein waren zu diesem Zeitpunkt die Sportfreunde Heinrich Stender und Emil Knapp. Im Januar 1955 konnte der Sportfreund Walter Temming dem Fußballkreis Bielefeld als Schiedsrichteranwärter gemeldet werden. Zu diesem Zeitpunkt führte Heinz Werwarth den Verein als 1. Vorsitzender. Sportlich lief es in diesem Jahr nicht so gut, zum Schluß der Spielzeit 1954/55 belegte die 1. Mannschaft in der 2. Kreisklasse den 15. Platz und mußte zur 3. Kreisklasse absteigen. Ende 1954 mußte sogar die A-Jugend vom Spielbetrieb abgemeldet werden. Sie konnte jedoch im Jahre 1955 wieder sofort angemeldet werden.

Auch bei der neuen Sportanlage am Horstheider Weg wurden wieder beträchtliche Eigenleistungen erbracht. Mit den Zuschüssen vom Toto, LSB, Bezirksregierung Detmold und der Amtsverwaltung Jöllenbeck konnte dann am 14 . August 1955 die neue Sportanlage eingeweiht werden. Als erstes neuerbautes Sportlerheim im Großraum Bielefeld nach dem 2. Weltkrieg konnte das schmucke Jugendheim seiner Bestimmung übergeben werden. Mit jeweils zwei Umkleide- und Duschkabinen, einem kleinen Büroraum für die Gemeinde, (wo das VfL- Gründungsmitglied Heinrich Heidemann Anfangs als Verwaltungsangestellter des Amtes Jöllenbeck “residierte” ) Toiletten und Sozialraum, z.B. für die Schiedsrichter, waren dies ideale Bedingungen für die Aktiven und neuer Treffpunkt der wachsenden VfL-Familie.

Auch diesmal bestand das Spielfeld wieder aus einer Rasenfläche. Die Mannschaften von Sportfr. Senne 2, TuS Vilsendorf , TuS Dornberg und natürlich die des VfL waren bei der Einweihung die ersten Nutznießer. Die Einwohner von Theesen kamen in Scharen, wollte man doch unbedingt das Benefizspiel der Mannschaften “Gem.Chor/Geflügelverein Theesen – “ältere Generation” VfL sehen. Die Gründung einer offiziellen “Alte Herren”-Abteilung sollte erst später erfolgen.

Die unmittelbare Nähe zur Grundschule Theesen zahlte sich aus. Besonders jüngere Mitglieder fanden nunmehr den Weg zum Sportverein. Der Grundstock war gelegt für eine bis heute jahrelange und erfolgreiche Jugendarbeit. Der Pachtvertrag zwischen der Gemeinde Theesen und dem VfL Theesen wurde für die Dauer von 20 Jahren zur pacht- und mietfreien Benutzung geschlossen. Eine Zeit lang war das Gemeindebüro, geleitet von Heinrich Heidemann, im neue n Jugendheim untergebracht. Selbst die Grundschule Theesen nutzte die Umkleideräume einige Zeit für den Schulunterricht.

Das Spielfeld wurde damals von den Vereinsmitgliedern selbst gepflegt und mit privaten Rasenmähern bespielbar gehalten. Später stellte die Gemeinde einen Rasenmäher zur Verfügung. Das Mähen mußte jedoch weiter selbst vorgenommen werden. Heinrich Heidemann fühlte sich sofort für das neue Sportheim ‘verantwortlich’ und wurde nach einem Beschluß des Rates der Gemeinde Theesen vom 11.12.1956 rückwirkend vom 1. April 1956 an gegen ein monatliches Entgelt von 10,00 DM nun offiziell die Verwaltung und Beaufsichtigung des Sportheimes übertragen. Er war somit der erste “Heimleiter” der VfL Sportanlage, später wegen seines stets ausreichenden Vorrates an Getränken auch liebevoll “Hüttenwirt” genannt. Sehr schnell wurde allen Mitgliedern klar – ohne “Onkel Heini” läuft hier nichts. Diese wichtige Aufgabe sollte “Onkel Heini” in der Folge dann mehr als 20 Jahre innehaben.

In der Fußballabteilung geht es wieder aufwärts, den Vorstand im Jahre 1956 bilden die Herren Heinz Werwarth (1.V.), Horst Albert (2.V.), Walter Engelbrecht (Geschäftsf. + Kassenw.), Erwin Heidemann und Manfred Heidemann (1.+2. Schriftführer). Bei den Fußballern werden Hans Kugler und Willi Mahne Spielleiter und die Jugendabteilung wird von Hermann Janello und Wolfgang Meier geleitet. Sozialwart wurde der Sportfreund und VfL-Schiedsrichter Walter Temming. Die Sportplatz- beleuchtung wurde inzwischen auf 4 Masten erhöht. Zum ersten Mal wurde vom 13.-19. August 1956 eine Sportwoche veranstaltet. U.a. gab es auch einen “Pflicht- Leichtathletikkampf”, für die Senioren und A-Junioren als Fünfkampf und für die Schüler als Dreikampf. Die Spielleiter stellten dabei die Kampfrichter. Es wurde zum ersten Mal die Frage zwecks Eintragung ins Vereinsregister gestellt.

Der Kassenbericht vom Waldfest der Theesener Vereine – initiiert von VfL-Geschäftsführer Walter Engelbrecht – ergab für den VfL eine Einnahme von 100,00 DM! Ein Überschuß von 400,00 DM verbleibt in der Vereinskartellkasse. Auf einer Vorstandssitzung am 16.11.1956 wurde beschlossen, daß Vereins- oder Spielerbestrafungen lt. AM von den Spielern oder aber der Mannschaft selbst zu zahlen sei. Der Verein lehnt die Haftung hierfür ab! – Erst auf der Jahreshauptversammlung im Januar 1957 wurde die Eintragung ins Vereinsregister beschlossen. Der 1. Mannschaft gelang der Wiederaufstieg zur 2. Kreisklasse. Der Sportkamerad Hans Kohring wird als Jugendleiter gewählt, ihm zur Seite steht Bernhard Hagedorn als Schülerleiter. Mit Rolf Schröder als neuem Trainer (früher VfB 03) kam frischer Wind in die Fußballabteilung und trieb die 1. Mannschaft “mit harter Hand” nach vorn. Schon in der Spielzeit 1957/58 gelingt der Aufstieg zur 1. Kreisklasse (heute Kreisliga A).

An diesem tollen Erfolg waren beteiligt:

Dieter Tielke,

Harry Liedke,

Horst Uffmann,

Klaus Müller,

Adolf Uffmann,

Günter Schröder,

Otto Hopfe,

Horst Niehaus,

Werner Otto,

Günter Tielke,

Manfred Heidemann,

M.(Keite) Rüenbrink,

Rolf Temming,

Manfred Hüllinghorst,

Bernhard Hagedorn,

Werner Garbe und

Gerhard Büscher.

Ein weiterer Höhepunkt war die Einweihung der neuen Turnhalle an der Grundschule in Theesen. Dem VfL Theesen wurden für Dienstags und Donnerstags Trainingseinheiten zur Verfügung gestellt. Arge Kritik gab es seitens der Gemeindeverwaltung bezüglich des angeblich schlimmen Zustandes des Sportheimes. Die Verwaltung lehnt eine Renovierung ab und übergibt die Verantwortung hierfür dem VfL Theesen. Der Vorstand des VfL gibt eine Gegendarstellung über die Presse heraus und weist die erhobenen Vorwürfe mit Erfolg zurück.

Aufgrund der nunmehr gegebenen Möglichkeiten in der Turnhalle der Grundschule in Theesen wurde eine Turnabteilung ins Leben gerufen. Hierfür zuständig waren ab 01. August 1959 Frau Rudolph und Herr Voll. Am 31.12.1959 ergab sich ein Mitgliederbestand von 188 Personen. Auf der Jahreshauptversammlung am 22. Januar 1960 wurde Ernst Steinkröger zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt. Der neue Vorstand setzte sich erstmalig je zur Hälfte aus Vertretern der Fußball- und der Turnabteilung zusammen.

Das 10-jährige Bestehen des VfL Theesen wurde am 28. und 29. Mai 1960 beim Vereinswirt Lohmann im “Krug zum grünen Kranze” gefeiert. Die 1. Mannschaft unternahm am 16. Juni 1960 eine Fahrt ins Lipperland, verbunden mit einem Freundschaftsspiel in Spork-Wendlinghausen. – Die Jugendturnerinnen des VfL Theesen turnten in der Gauklasse und nahmen im März 1963 an den Jugendbestenkämpfen in Bielefeld teil. Man belegte in der Mannschaftswertung einen hervorragenden 4 . Platz. In der Einzelwertung belegten M. Engelbrecht und A. Schneider die Plätze 3+4.

Die 1. Fußball-Mannschaft des VfL Theesen spielte in den 60er Jahren durchweg in der 2. Kreisklasse (ab 1962). Der Neuaufbau hat begonnen und die schon damals gute Jugendarbeit machte sich bezahlt. Im Jahre 1965 übernahm z.B. der damalige Jugendleiter Hermann Janello auch das Training der Senioren, junge Spieler wurden integriert. Eine Schülerabteilung wurde wieder ins Leben gerufen und Klaus Weber – damals schon (noch als Spieler der 2. Mannschaft) von dem ‘ Macher’ des VfL, Walter Engelbrecht für “höhere Funktionärsaufgaben” entdeckt (dazu später mehr) – konnte bereits 15 Neuzugänge vermelden. Die A-Junioren schieden im Kreispokal mit 5:1 gegen die A-Junioren des DSC Arminia Bielefeld aus.

Bei den Judokas – eine inzwischen hinzugekommene neue Abteilung des VfL – konnte Roland Krämer den Titel eines Westdeutschen Meisters erringen. Die Abteilung zählte zu der Zeit 25 Mitglieder und war auf Anhieb sehr erfolgreich. Reges Treiben herrschte auch weiterhin in der Turnabteilung, jedoch bestand ein Mangel an Übungsleitern. – Auf der JHV am 07. Mai 1965 kandidierte der 1. Vorsitzende H. Werwarth nicht mehr. Gesundheitliche Gründe zwangen ihn auf dieses Amt zu verzichten. Neuer und 1. Vors. wurde Karl-Heinz Heidemann. Ihm zur Seite standen als 2. Vors. Manfred Heidemann, Geschäfts- und Sozialwart: Walter Engelbrecht, Schriftführer: Hans Kohring, Pressewart: Klaus Weber. Gerade diese Personen bestimmten dann über viele Jahre die Geschicke des Vereins. Zum neuen Vereinslokal wurde die Gaststätte “Kahler Krug – Pickertkrug” mit Anton (Tonus) Lamker als neuem Vereinswirt auserkoren.

Das Vereinsmitglied Otto Zechmeister organisierte eine Fahrt für die Fußballer nach österreich vom 23. Juli – 08. August 1965. Vielen ist diese Fahrt noch heute in bester Erinnerung. In Lanzenkirchen und Erlach (Nö) wurden auch 2 Freundschaftsspiele ausgetragen. Eine Tagesfahrt nach Wien sowie der Besuch des Spieles RAPID WIEN – 1- FC KÖLN ( 1:3 im Praterstadion) zählten zu den weiteren Höhepunkten dieser gelungenen Reise.

ab 1966

Im November 1965 unternimmt der Verein einen ersten Vorstoß beim damaligen Stadtsportbund- vorsitzenden Fritz VOGT und weist auf den schlechten Zustand des Sportplatzes in Theesen hin. Die alte Flutlichtanlage war während eines Sturms zusammengebrochen. Die Fußball-Jugendabteilung war inzwischen auf über 80 Jugendliche angewachsen.

Mit Vereinbarung zwischen dem VfL und dem Gründungsmitglied Heinrich Heidemann vom 1. Juli 1966 übernimmt Heinrich Heidemann , “der Hüttenwirt”, nun auch den Posten eines VfL-Platzwartes. Die Kosten hierfür trägt der Verein. Er ste Mängel werden durch ihn abgestellt, finanzielle Unter- stützung gibt es auch durch das Amt Jöllenbeck.

In einer Vorstandssitzung am 07.03.1967 wurde beschlossen, daß auch die Judoabteilung – entgegen anderer Bestrebungen – weiterhin zum Hauptverein gehört. Eine Altligaabteilung Fußball wurde am 21. März 1967 auf Initiative des damaligen 2. Vorsitzenden Manfred Heidemann gegründet. Die Idee, die aus Altersgründen aus der 1. und 2. Mannschaft ausscheidenden Spieler dem Verein dennoch als Aktive zu erhalten, war auf Anhieb ein voller Erfolg.

An der Gründungsversammlung nahmen teil:

Karl-Heinz Heidemann (1. Vors.), Manfred Heidemann (2. Vors.), Günther Otto, Harry Frenzel, Werner Jöstingmeyer, Gustav Redecker, Günter Tielke, Dieter Tielke, Helmut Jacobi, Hans-Heinrich Lamker, Werner Garbe und Hans Kohring.

Nun ging es an die Erweiterung und Modernisierung des Sportplatzes. Mit einem Kostenaufwand von 230.000,00 DM soll der Sportplatz modernisiert und das Sportheim umgebaut werden.

Von den Verantwortlichen wurde das Bauvorhaben wie folgt erläutert:

“Es soll ein moderner Fußball-Rasenplatz entstehen. Das vorhandene Sportgelände wird um 21 Meter nach Norden verschoben. Das Gelände soll außerdem nach Westen verbreitert werden. Die freie Fläche vor dem Platz (heutige Tennisanlage) soll mit Rotmaterial befestigt werden, damit sie bei jedem Wetter als Trainingsplatz b enutzt werden kann. Die Fläche vor dem Sportheim wird gepflastert. Die Untersuchung von Bodenproben des Sportplatzes durch ein Kölner Institut hat ergeben, daß die Oberfläche aus stark bindendem, kaum wasserdurchlässigem Le hm bedeckt ist. Deshalb soll der Boden in einer Tiefe von 35 Zentimetern abgetragen werden.

Auf der Sohle des dachförmig auszubildenden Profils sollen dann Dränagerohre verlegt werden, um den Platz ausreichend zu entwässern. Darauf folgt eine Kies- und Schotterschicht. Die 20 Zentimeter starke Deckschicht soll dann aus einem Gemisch von Erdboden, scharfem Sand und Kunststoff- flocken bestehen, das auch bei schwerstem Regen wasserdurchlässig ist.

Das Sportheim soll in seiner Länge um 5,50 Meter verbreitert werden. Der in der Mitte entstehende Jugend- und Gymnastikraum kann auch als Umkleide- und Versammlungsraum benutzt werden. Das Heim wird du rch eine ölheizung beheizt und soll Wasseranschluß erhalten, damit Duschen eingebaut werden können. Die Gemeinde Theesen und das Amt Jöllenbeck entschieden nach dem Grundsatz: “Wir sind es der Jugend schuldi g, einen allen Anforderungen gerecht werdenden Sportplatz zu bauen” – Der nötige Grunderwerb für die Erweiterung des Sportplatzes könne wohl zügig abgewickelt werden, da man dem jetzigen Eigentümer, dem L andwirt Walter Pöhl, “entgegenkommen” werde.”

Auf der JHV am 27. März 1969 wurde Bernd Lankes zum 1. Vors. gewählt. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Verein 220 Mitglieder. Er stellte die Breitenarbeit im VfL Theesen in den Vordergrund und nannte als nächstes Ziel die offizielle (Ne u)Gründung einer Tischtennisabteilung. Der Gründungstag war dann der 23. April 1969 und es nahmen daran 15 Personen teil. Zunächst sollten nur vereinsinterne Spiele stattfinden und es müßten 2-3 Tischtennisplatten angeschafft werden. Ab der Spielzeit 1990 spielte dann eine Herrenmannschaft in der 3. Kreisklasse.

Das 20-jährige Bestehen des Vereins wurde mit einer Sportwoche vom 15.-21. August 1969 gefeiert. Die D-, C- und A-Junioren trugen Freundschaftsspiele aus, ebenso die 1., 2. und Altligamannschaft. Zum ersten Mal wurde praktisch eine Sportw oche veranstaltet. Auch die anderen Abteilungen Damen- und Kinderturnen, Judo und Tischtennis zeigten den Besuchern ihr Können. Aus einem reinen Fußballverein war ein Verein für Jedermann geworden und die Entwicklung sollte so weitergehen. Steigenden Einwohnerzahlen im Einzugsgebiet folgten auch neue Vereinseintritte.

Einer Person gilt in dem weiter wachsenden Verein an dieser Stelle jedoch nachträglich noch ein ganz besonderer Dank: Walter Engelbrecht! Vom ersten Tag an hat er “seinen” VfL geformt und seine Arbeit in den Dienst des Gesamtvereins gestellt. Ihm hat der Verein sehr viel zu verdanken, so z.B. die Verbundenheit zu den anderen Vereinen der Gemeinde Theesen und di e Mitgliedschaft im Ortskartell. In seinem Hause konnten sich die Mannschaften in den ersten Jahren umziehen, die Trikots wurden von seiner Frau gewaschen, sein Tabakwarengeschäft war gleichzeitig auch die Geschäftsstelle des Vereins usw.!

Schon in den letzten Jahren wurde er mehr und mehr von allen Seiten in seiner Tätigkeit für den VfL unterstützt, besonders aber durch Hans Kohring, der später auch den Vorsitz des VfL übernahm.

Am 01.12.1969 mußte Walter Engelbrecht dann aus gesundheitlichen Gründen seine Ämter notgedrungen niederlegen.

Der damals amtierende 1. Vorsitzende Bernd Lankes brachte neue Ideen und neuen Schwung in die einzelnen Abteilungen. Für die 70er Jahre hatte der VfL sich einiges vorgenommen, die Entwicklung des Vereins verlief unter der Leitung von Bernd Lankes äußerst positiv.

Der Sportkamerad Otto Zechmeister organisierte für die Zeit vom 18.07.-07.08.1970 eine weitere Fahrt, diesmal in die Sowjetunion. 18 Herren und 6 Damen verbrachten einen tollen Aufenthalt in Moskau, u.a. war man im Kreml, Leninmausoleum, K aufhaus GUM und im Staatszirkus. Man besuchte verschiedene Galerien, Museen und Kirchen. Man diskutierte mit Funktionären und sprach mit dem legendären Torwart Jaschin. Als Zuschauer erlebte man das Pokalspiel Dynamo Moskau – Dynamo Kiew. Dabei hatten die Damen der Reisegruppe auch eine Begegnung mit dem damaligen Außenminister Walter Scheel, der ebenfalls in Moskau weilte. In einem russischen Spezialitätenrestaurant hatte man den Außenminister “entdeckt”. Dieser erfüllte sehr gern die Autogrammwünsche der Damen und man hatte auch noch Zeit zu einem persönlichen Gespräch. An der Reise nahmen auch junge Sportlerin- nen und Sportler aus Gadderbaum, Jöllenbeck und Schildesche teil.

Die 1. Mannschaft des VfL spielte nach dem Besuch in der Sowjetunion eine Zeit lang in den Trikots von Torpedo Moskau mit dem malerischen “T”, was “Nicht Eingeweihte” zunächst als Abkürzung für Theesen hielten.

Die Judoabteilung des VfL Theesen führte eine vielbeachtete Judovorführung beim Sportfest in Borgholzhausen vor. In der Sportpresse wurden die Leistungen dieser Gruppe sehr positiv dargestellt.

Die Umgestaltung der Sportanlage wurde in Angriff genommen. In einem Pokalspiel der 1. Mannschaft gegen VfB 03 Bielefeld gab es nur eine 0:1 Niederlage vor einer großen Zuschauerkulisse. Danach begann für die Fußballer eine harte Zei t. Die eigene Anlage stand wegen der Umgestaltung nicht zur Verfügung, man mußte den Spielbetrieb in Vilsendorf und Jöllenbeck abwickeln. Das Training fand zum größten Teil in der Turnhalle in Theesen oder auf fremden Plätzen statt.

Die Fußballabteilung trägt die Heimspiele nunmehr auf dem Sportplatz Dreekerheide aus. Die Gemeindeverwaltung teilt mit, daß das neue Sportheim u.a. auch der Arbeiterwohlfahrt AWO zur Verfügung stehen wird.

Auf einer Vorstandssitzung im Juni 1971 wird von Frau Christa Gößling der Antrag gestellt, der Vorstand möge sich beim Gadderbaumer TV über die Möglichkeiten der Sportart PRELLBALL informieren. Über das Ergebnis dieses Antrags und die positiven Folgen wird noch zu berichten sein.

ab 1972

Im Januar 1972 wird dem Verein mitgeteilt, daß das neue Sportheim ab sofort benutzt werden kann. Auf der JHV des Gesamtvereins löst Hans Kohring als neuer 1. Vorsitzender Bernd Lankes ab. Es ist der Verdienst von Bernd Lankes, daß de r Verein in seiner Regentschaft zu einem echten Breiten- sportverein geworden ist. Am 11. März 1972 findet in der Stadthalle in Spenge das große Vereinsfest “Rot-Weiße Nacht” statt. Der Festausschuß hatte ein tolles Programm auf die Beine gestel lt, zum Tanz spielte das Heeresmusikcorps Münster. Über 400 Personen füllten die Stadthalle in Spenge bis auf den letzten Platz, mehrere Busse sorgten für die An- und Abfahrt nach Theesen/Jöllenbeck. Eine “Große Tombola” sorgte dann auch f ür einen finanziellen Überschuß dieses gelungenen Festabends.

Die neugegründete Volleyballabteilung nimmt 1973 mit einer Jugendmannschaft am Spielbetrieb teil. Die ersten Heimspiele wurden in der Sporthalle der Westerfeldschule ausgetragen. Als Gegner reisten die Vereine PSV Herford und CVJM Stieghor st an. Leider mußte diese Abteilung dann später aufgrund fehlender Hallenkapazitäten den Übungs- und Spielbetrieb wieder einstellen.

Ebenso achtbare Erfolge konnten die T.T.-Jugendmannschaften erzielen. Es wurde sogar eine Mädchenmannschaft zum Spielbetrieb angemeldet. In der Fußballabteilung nehmen zu diesem Zeitpunkt 10 Mannschaften am Spielbetrieb teil. Die 1. Mannschaft belegt in der 2. Kreisklasse zum Serienschluß einen undankbaren 2. Platz hinter dem einzigen Aufsteiger Spvg. Fichte 06/07 II !

Jetzt wird auch der neue Rasenplatz für den Spielbetrieb freigegeben. Zunächst dürfen 2 Spiele pro Woche auf diesem herrlichen Rasenteppich ausgetragen werden. Ein Problem wird dabei sofort ersichtlich, da an den Wochenenden meistens 4-5 Heimspiele ausgetragen werden müssen. Auch weiterhin müssen Heimspiele auf fremden Plätzen ausgetragen werden, z.B. DreeKerheide oder auf dem Hartplatz an der ehemaligen Gellershagenschule. Ein 2. Sportplatz ist dringend erforderlich, da auch der kleine Hartplatz vor dem Rasenplatz nur als Trainingsplatz genutzt werden kann. Allenfalls waren Knabenspiele mit 7er Mannschaft möglich.

Die Bielefelder Presse berichtet Ende 1973 über die Sorgen der Fußballabteilung des VfL und die Kommune signalisierte ihre Bereitschaft zum Bau eines zweiten Sportplatzes. Dieser soll dann in erster Linie für das Training sein und de shalb auch mit einer 6-Mastenflutlichtanlage ausgerüstet werden. Die Altliga erringt 1974 den Titel des Bielefelder Hallenmeisters. In der Spielzeit 1974/75 will nun die 1. Mannschaft den Aufstieg zur Kreisliga A realisieren. Beide Ma nnschaften (1. und Reserve) wurden Halbzeitmeister und der Aufstieg war sehr nah. – Das 1. Internat. A-Juniorenturnier findet am 1. + 2. Juni 1974 auf dem schönen Rasenplatz in Theesen statt. Die ersten ausländischen Gäste waren 2 Mannschaften aus Huddersfield/England.

Die Gruppe aus England war vom 31. Mai-06. Juni in Theesen zu Gast. Dabei besuchten die Gäste u.a. historische Sehenswürdigkeiten in Bruchhausen-Vilsen, Enger, Oerlinghausen, Bauernhausmuseum Bielefeld und man unternahm eine Segelpartie auf dem Dümmer See. Während ihres Aufenthaltes wohnten die Gäste in der Jugendherberge in Bielefeld-Sieker.

In diesem Jahr 1974 feiert der Verein auch sein 25-jähriges Bestehen. Dabei wurden für ihre langjährigen Verdienste bzw. Mitgliedschaft in einer Feierstunde besonders geehrt:

Der “Hüttenwirt” Heinrich Heidemann,

Herman Janello,

Günter Horstkotte,

Walter Horst,

Gerhard Büscher,

Karl-Heinz Heidemann,

Dr. J. Möhring,

Willi Mahne und

Hans Kohring.

Die Feierstunde fand am 7. Juni 1974 in der Gaststätte “Krug zum grünen Kranze” statt.

Inzwischen war die Damen-Prellballmannschaft gegründet und eilte sofort von Erfolg zu Erfolg. Die Hauptstützen Renate Büscher, Monika Klein, Christa Nolting, Margot Hagedorn und Claire Tielke wurden von Kurt Strassburger (Gadderbaumer TV) trainiert und konnten zahlreiche Siege und auch Meisterschaften erringen. Diese erfolgreiche Abteilung mußte dann leider später den Spielbetrieb einstellen, es fehlte einfach an geeigneten Nachfolgerinnen. Ansporn vielleicht für eine Neugründung?

Die Fußballabteilung des VfL Theesen wurde in dieser Zeit besonders geprägt von den Sportkameraden Gerhard Nolte, Günter Tielke, Werner Garbe, Ernst Klostermann, Bernd Schmidtke, Dieter Boge, Gerhard Büscher und Willi Jacobi. Gleichwohl nahmen auch die Ehefrauen dieser Sportfreunde regen Anteil am Hobby ihrer Männer. Unter der Leitung von Klaus Weber – der immer mehr in die Fußstapfen von Walter Engelbrecht schlüpft – begannen jetzt sehr erfolgreiche Jahre im Junioren- und Seniorenbereich. So konnte dann im letzten Spiel der Saison 1974/75 gegen die Mannschaft von DJK Blau-Weiß mit einem 1:0 Sieg die Meisterschaft der 2. Kreis- klasse und damit der Aufstieg zur 1. Kreisklasse gefeiert werden. An diesem Erfolg waren beteiligt:

Dieter Boge,

E. Beier,

H.J. Schaknies,

H.J. Kreft,

Hennes Wiemeler,

Wolfgang Schmidt,

Jürgen Tönsing (Spielertrainer),

H. Exner,

Herbert Tiemann,

N. Steinke,

F. Büscher,

Rainer Eickmeyer,

U. Stöck,

P. Bergau,

H. W. Behle,

H.J. Kallmeier,

M. Knoop und

W. Temming.

Betreut wurde die Mannschaft damals von Karl-Heinz Rocklage und Ernst Klostermann.

Vom 23.-30. Mai 1975 weilten die A-Junioren des VfL Theesen für eine Woche in Birmingham England, gemeinsam mit der Mannschaft des TuS Dornberg. Die Organisation dieser Reise lag in den Händen von H. Th. Schäpersmann und H.W. Koch . Es wurde allen Teilnehmern sehr viel geboten, diese Reise blieb für alle Teilnehmer unvergeßlich.

Pfingsten 1975 weilte zum ersten Mal der TV Hamburg-Farmsen mit seinen A- und B-Junioren in Theesen. Beide Mannschaften nahmen an Turnieren teil und dies war der Beginn einer jahrelangen Freundschaft zwischen beiden Vereinen. Nur zu gern erin nern wir uns der schönen Stunden mit den Sportfreunden aus Hamburg. Noch heute bestehen Verbindungen befreundeter Familien aus Hamburg und Theesen.

Unvergeßlich wird die große ROT-WEISSE-NACHT 1976 bei allen Beteiligten bleiben. Fast 500 Besucher füllten die Stadthalle in Spenge und das Fanfarencorps der HANNEN-Brauerei (1. Bundes- Fanfarenzug Neuss) brachte die Stadthalle zum Überkochen. . . Die Prellball-Damen wurde in diesem Jahr Vize-Westfalenmeister.

Am 03. Dezember 1976 wurde dann die Tennisabteilung offiziell gegründet. Die Führung übernahm Hans-Theo Schäpersmann. Unter seiner Regie begann die Planung von drei Tennisplätzen. Der ehemalige Trainingsplatz der Fußballabteilung konnte hierfür Verwendung finden, die Fußballer sollten später den 2. Rasenplatz mit einer Flutlichtanlage erhalten. Dieser sorgte dann für bessere Trainings- bedingungen für die Fußballer des VfL Die Tennisplätze wurden von den Mitgliedern in Eigenarbeit erstellt, nur in vereinzelten Situationen mußte die Hilfe von Firmen in Anspruch genommen werden. Außerdem gab es für den Bau dieser Anlage Zuschüsse von de r Stadt Bielefeld und vom Land Nordrhein-Westfalen.

Am 19. Juni 1977 erfolgte dann die Einweihung der neuen Tennisanlage in Theesen. Die Tennisabteilung war zu dem Zeitpunkt die 8. Abteilung im VfL Theesen und sie trug wesentlich zur Attraktivität des Gesamtvereins bei. Es hatte 3 Jahre ged auert, bis der Weg durch die verschiedenen Instanzen geschafft war. Ein in Eigenarbeit erstellter Lärmschutzwall löste dann auch zunächst die Probleme mit der Nachbarschaft. Der VfL Theesen konnte seinen Mitgliedern eine der schönsten Sportanlagen in Bielefeld anbieten.

Im Jahre 1977 fand auch die 1. Jugend-Sportwerbewoche des VfL Theesen statt. In einer Woche präsentierte sich dabei die Jugendabteilung des VfL seinen Mitgliedern und den Besuchern der einzelnen Veranstaltungen. Diese Gr undidee wurde bis heute beibehalten und zählt heute zu den wichtigsten Jugendturnieren in Deutschland.

1977 war auch das Jahr des Wechsels in der langjährigen Betreuung des Sportheims durch Heinrich Heidemann. 70-jährig erklärte der langjährig für den VfL tätige “Hüttenwirt Onkel Heini” aus gesund- heitlichen Gründen s einen Rücktritt. Zu diesem Anlaß hat er seine engsten Sportfreunde zu einem “Umtrunk” in seinen eigenen Garten eingeladen. Viele Sportfreunde folgten seiner Einladung und sagten Dank für die jahrelange gute freundschaftliche Betreuung im Sportheim. Elf weitere Jahre, bis zu seinem Tode in 1988 verfolgte er mit regem Interesse die Weiterentwicklung seines VfL. Sein Nachfolger als “Hüttenwirt” und Betreuer des Sportheimes wurde der frühere Torwart der 1. Fußball- mannschaft, “Männe” Witten breder.

Auf der JHV des Gesamtvereins 1978 konnte vermeldet werden, daß nunmehr 584 Mitglieder dem Verein angehören. Heinrich Heidemann wurde zum Ehrenmitglied ernannt und Ernst Klostermann wurde zum neuen 1. Vorsitzenden gew ählt. Zu diesem Zeitpunkt gab es im VfL Theesen folgende Abteilungen:

Fußball, Damengymnastik, Damen-Prellball, Judo, Tennis, Tischtennis, Trimm-Dich für Männer und Volleyball.

Leider wurden die Abteilungen Damen-Prellball, Judo und Volleyball inzwischen wieder aufgelöst. Als Hauptursache sind hier die fehlenden Hallenkapazitäten zu nennen. Ein Problem, daß leider auch bis heute nicht gel öst werden konnte.

Die ROT-WEISSE-NACHT 1978 wurde mit einem interessanten Sportteil aufgelockert. So nahmen z.B. so bekannte Erstligafußballer wie die Kremers-Zwillinge und Dieter Brei teil wie auch eine bekannte Gymnas tikgruppe aus Bochum. Auch der spätere Manager des DSC ARMINIA – Rüdiger Lamm – zeigte sein Können in einem Tischtennis-Schaukampf gegen Wolfgang Rudolph. Leider zerbrach dabei auch die Tischtennisplatte.

ab 1979

Mit einer großen Sportwoche vom 02.-12. August 1979 beging der VfL Theesen sein 30-jähriges Vereinsjubiläum. Dem Verein gehörten nunmehr rund 600 Mitglieder an, inzwischen gab es auch eine Damen-Fußballmannschaft. Die Fußbal labteilung ist mit inzwischen ca. 200 Mitgliedern die größte Abteilung im Verein. Der Trainingsbetrieb wird auch auf dem Sportplatz an der Gellershagenschule durchgeführt, leider fehlt dort immer noch eine Flutlichtanlage.

ab 1980

Auf der Jahreshauptversammlung im Jahre 1980 wurde von der Tennisabteilung angeregt, das Jugendheim auf dem Sportgelände aufzustocken. Der Antrag wurde jedoch von der Kommune abgelehnt. – Die 1. Mannschaft hatte das Glück im Zuge einer Erweiterung der Kreisliga A aufzusteigen.

Zu diesem Zeitpunkt waren bereits 620 Mitglieder im VfL, eingeführt wurde die Beitragszahlung per Einzugsverfahren. Eine Abordnung des VfL nahm am Festmarsch der Freiwilligen Feuerwehr Theesen aus Anlaß deren 50-jä hrigen Bestehens teil. Ende Juni 1980 wurde der neue Trainingsplatz eingezäunt.

Bei der ROT-WEISSEN-NACHT 1981 in der Spenger Stadthalle wurde besonders die tolle Dekoration des Hobby-Basters Fritz Uhte gerühmt. Die Veranstaltung selbst wurde wieder zu einem tollen Erfolg für den gesamten Verein. Auch zahlreiche Gä ste konnten wieder begrüßt werden. Am Internat.A- und B-Juniorenturnier nahmen u.a. auch Jugendmannschaften aus Holland, Schweden und der Schweiz teil. Besonders die Gäste aus Oberentfelden / Schweiz fühlten sich in Theesen sehr wohl, dies fü hrte dann auch 1982 zu einem Gegenbesuch unserer Jugendabteilung in die Schweiz.

Im Jahre 1982 mußten wir die zwischenzeitlich gegründete Mädchenfußballmannschaft wieder vom Spielbetrieb abmelden. Es waren nicht mehr genügend Spielerinnen vorhanden. Schade, zu dem Zeitpunkt waren wir in allen Altersklassen des Jugendfußballs vertreten. In diesem Jahr wurde Ernst Thenhausen die Ehrenmitgliedschaft in unserem Verein verliehen.

Die Prellballerinnen nahmen an der Deutschen Meisterschaft in Ludwigshafen teil, ein toller Erfolg für diese kleine, sportlich jedoch sehr erfolgreiche Gruppe. Mit 5 Mannschaften erlebt die Tischtennisabteilung ihre Blütezeit. Am Spielbetrieb nehmen 3 Senioren-, eine Damen- und eine Jugendmannschaft teil. Unser damaliger “Hüttenwirt” Heinrich Heidemann feiert seinen 80.Gebu rtstag im Juli 1987 und empfängt gerne alte VfL-Freunde aus früheren Tagen. Die Jugendbetreuer des TV Hamburg- Farmsen weilten im Oktober 1982 zu einem Besuch in Theesen.

Zu diesem Zeitpunkt behauptet sich unsere 1. Mannschaft mit guten Leistungen in der 1.Kreisklasse, sicherlich auch ein Verdienst des Trainers Klaus Köller, der beim VfL in mehreren Jahren sehr gute Arbeit geleistet hat. Ebenso erfolgreich spielt die 2.Mannschaft in der Kreisliga B unter Trainer “Carlo” Meyer. Hans-Theo Schäpersmann scheidet als 1.Vorsitzender der Tennisabteilung im Jahre 1983 aus und übergibt dieses Amt an Volker Heine. Als unentbehrlicher Helfer in der Fußballabteilung hat sich der Sportkamerad Erwin Mehrhoff erwiesen. Tag und Nacht steht er seinem VfL zur Verfügung, obwohl er seinen Wohnsitz in Jöllenbec k hat. Gemeinsam mit “Männe” Wittenbreder bildet man in den 80-er Jahren ein “Gespann”, das auch für manche heitere Episode in unserem Verein gesorgt hat. In diesem Jahr 1983 fällt die Rot-Weiße-Nacht aus.

Auf der Jahreshauptversammlung 1984 wird dem langjährigen Vereinsmitglied und 1.Vorsitzenden Heinz Werwarth die Ehrenmitgliedschaft im VfL Theesen verliehen. Die Versammlung bedankt sich bei dem scheidenden 1.Vorsitzenden Ernst Klostermann für seine geleistete Arbeit. Hans-Wilhelm Koch (1.Vorsitzender) und Friedhelm Haselhorst (2.Vorsitzender) übernehmen die Führung des Vereins. Ulrich Westerwelle wird als Geschäftsführer gewählt. Eine positive Entwicklung ist in der Kindergymnastikabteilung unter der Leitung von Marita Herholt festzustellen.

Die Jugendabteilung unternimmt 1984 eine Fahrt zu Ostern nach Schriek in Belgien. Über viele Jahre unterhielten wir wirklich enge Kontakte zu SV Schriek mit “Leo” und seinem Nachbarland immer als gute Stimmungsmacher und Umsatzträger. In der Sporthalle der Realschule in Jöllenbeck fanden fü r unsere Jugendmannschaften zum ersten Mal Fußball-Hallenturniere in den Altersklassen C- und E-Junioren statt. Bekannteste Teilnehmer waren dabei die Mannschaften von Hannover 96, SG Wattenscheid 09, Eintracht Braunschweig und TuS Rotthausen, noch ein E rbe aus der Zeit von Ernst Steinkröger als 1.Vorsitzender. Die 1.Mannschaft belegt in der Kreisliga A / Gr. 2 am Ende der Saison den 2.Platz. Man gewinnt aber den Offensivcup – eine Auszeichnung für die Mannschaft im Fußball- kre is Bielefeld mit den meisten geschossenen Toren in der Saison – und nimmt als Anerkennung hier- für an einer Fahrt nach Lens teil. Dort konnte man ein Spiel der DFB – Auswahl bei der Fußball- Europameisterschaft live erleben. Zum Spielbetrieb für d ie neue Spielzeit wird zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte eine 4.Seniorenmannschaft angemeldet.

Die Damenfußballmannschaft hat erhebliche personelle Probleme, es droht die Auflösung.

Für die neue Spielzeit 84 / 85 wurde dann auch keine Damenmannschaft mehr angemeldet. Dagegen konnte die Altligaabteilung zusätzlich eine “Ü 43″ zum Spielbetrieb anmelden. In dieser Zeit nimmt die Fußball-Jugendabteilung einen eno rmen Aufschwung. Die wichtigsten Stützen in der Jugendbetreu- ung sind die Sportfreunde Gerhard Nolte, Volker Heibrok, Gerhard Büscher, Michael Haselhorst, Carsten Büscher, Wilfried Dobbertin, Werner Garbe, Jens Pundmann, Ernst Klostermann und Klau s Weber. Eine tolle Serie spielt die 1.Mannschaft in der Kreisliga A / Gr.2. Unter Trainer Klaus Köller liefert man sich einen spannenden Zweikampf um den Gruppensieg. So fuhr man am letzten Spieltag mit einem 1 Punkte-Vorsprung zum le tzten Spiel nach Brackwede. Der Verfolger TuS Quelle mußte bei den SF Sennestadt antreten. Unsere Mannschaft zeigte leider “Nerven” und man mußte am Ende mit einer Niederlage nach Theesen zurückfahren – der TuS Quelle hatte den G ruppensieg errungen.

Die Rot-Weiße-Nacht wurde wieder veranstaltet, diesmal jedoch in der Gaststätte “Zum Roten Hirsch” in Schröttinghausen. Der Saal war “proppevoll”, die Stimmung wieder Spitze und die Showeinlagen der Tanzschule Teub ner-Schneider fanden großen Beifall.

Im Jahre 1986 muß sich die Tennisabteilung langsam mit dem Gedanken vertraut machen, daß einer der drei Tennisplätze aufgrund der Streitigkeiten mit dem direkten Nachbarn wohl stillgelegt werden muß. An dieser S telle soll jedoch eine “Tennishütte” entstehen. Dazu wird bei der Stadt Bielefeld eine Bauvoranfrage gestellt.

Die 1. Fußballmannschaft kann den Erfolg von 1985 nicht wiederholen. Am Ende der Spielzeit belegt man Platz 16 und muß damit zur Kreisliga B absteigen. Beim Internat.Pfingstturnier werden u.a. Gäste aus Belgien, England (Rochdale) un d Holland in Theesen begrüßt. Die Gäste aus Rochdale wurden im Bielefelder Rathaus empfangen und zu einem Essen im Ratskeller eingeladen. Untergebracht waren die Gäste im damaligen Eintrachtheim. – Für die neue Spielzeit wurde für die 1. M annschaft Wolfgang Irmer als neuer Trainer verpflichtet. Zum ersten Mal wird über die Auflösung der Prellball- abteilung gesprochen. Es finden sich einfach keine neuen Spielerinnen. Seit September 1986 ist wieder eine Volleyballgruppe aktiv.

Im April 1987 feiert die Altliga ihr 20jähriges Bestehen im Sportheim Theesen. Michael Haselhorst wird zum Jugendleilter gewählt und auf der Internat. Sportwoche werden auch wieder zahlreiche Gastvereine auf der schönen Rasenanlage i n Theesen zu Gast. Gut 2000 Zuschauer besuchten die spannenden Turnierspiele. Unter der Leitung von Wolfgang Irmer haben sich die Leistungen der 1.Mannschaft wieder stabilisiert und am Ende der Spielzeit wird in der Kreisliga B der 4.Plat z belegt. Die Prellballabteilung wird nun endgültig aufgelöst.

Die Tennisabteilung konnte inzwischen eine Einigung mit dem Nachbarn erzielen. Zwei Plätze der Anlage dürfen uneingeschränkt bespielt werden, der Lärmschutzwall muß nochmals erhöht werden. Es ist geplant, die Anlage in Asche plätze umzugestalten. Die 15.Jugendsportwoche findet vom 21.-29.Mai 1988 auf der Sportanlage in Theesen statt. Die Festschrift wurde von Michael Haselhorst und Peter Niehaus erstellt. Über Ostern weilte die A-Junioren in Schriek / Belgien. Innerhalb unserer Jubiläumssportwoche wurden Turniere für alle Altersklassen ausgetragen. Ab 01.08.88 übernimmt Erwin Mehrhoff offiziell die Funktion eines Platzwartes, er löst dabei “Männe” Wittenbreder ab.

Die 1.Mannschaft muß am Ende der Spielzeit 1987 / 88 ein Relegationsspiel gegen die 2.Mannschaft von VfB 03 austragen. Dabei gewinnt der VfB 03 mit 5:4 nach Elfmeterschießen. Der Aufstieg zur Kreisliga A wurde also ve rpaßt.

Inzwischen ist der VfL Theesen auf 694 Mitglieder angewachsen. In der Fußball-Jugendabteilung ist es das vorrangige Ziel, die A- und -B-Junioren in der höchsten Spielklasse auf Kreisebene spielen zu lassen. Die Jugendleiter Michael Haselhorst und Peter Niehaus leisten mit ihren Helfern hervorragende Arbeit und es nehmen 9 Jugendmannschaften in allen Altersklassen am Spielbetrieb teil. Zu Ostern 1989 fahren die A- und B-Junioren nach Prag.

Aber auch aus der Tischtennisabteilung gibt es Gutes zu berichten. Die Abteilungsleitung obliegt Herbert Schmidt und es nehmen 5 Mannschaften am Spielbetrieb teil. Das Internat.Pfingstturnier für A- und B-Junioren stand im Zeichen des 40-jährigen Bestehens des Gesamtvereins. So waren u.a. Juniorenmannschaften aus Belgien (Grassheide), österreich (Linz), Holland (Zoetermeer) und der Schweiz (Binningen) in Theesen zu Gast. So brachte beim Finale der A-Junioren erst der 18.Elfmeter im Elfmeterschießen dem FC Grassheide / Belgien den Turniersieg.

Die 2.Senioren-Mannschaft mußte am Ende der Meisterschaft 1988 / 89 ein Entscheidungsspiel gegen die 1.Mannschaft von SV Ubbedissen austragen. Auch in diesem Jahr zog man mit einer 1:0 Niederlage den Kürzeren – der Aufstieg zur Kreisliga A war nicht geschafft.

Die Jugendabteilung erhält den Nachwuchsförderpreis für die vorbildliche Jugendarbeit. Der Preis der Sparkasse Bielefeld war mit 2.000,00 dotiert.

Auf der Jahreshauptversammlung 1990 wurde Rolf Niemann zum weiteren Ehrenmitglied im VfL Theesen ernannt. Am 15. März 1990 verstarb plötzlich und unerwartet unser “Hüttenwirt” Männe Wittenbreder. Sein engster Wegbegleiter in Sachen Sportheim- und Sportplatzaufsicht in den 80-er Jahren, Erwin Meerhoff, verstarb nur kurze Zeit s päter. Ein herber Verlust für einen Verein, der auf jeden Helfer angewiesen ist.

Der neue “Hüttenwirt” , Reinhard Schielmann, wurde für seine gute Bewirtung im Sportheim in der JHV besonders hervorgehoben. Die Trainingsleitung der 1.und 2. Mannschaft liegt in den Händen der Sportkameraden Jürgen Tönsing und Karl-Heinz Voigt. Beide Mannschaften spielen in der Kreisliga B. Nunmehr hat der Gesamtverein bereits über 700 Mitglieder. Die Fußballabteilung wartet dringend auf die Installation einer Flutlichtanlage auf dem Hartplatz an der ehemaligen Gellershagenschule am Horstheider Weg.

Noch zu DDR-Zeiten gab es ein Gastspiel der BSG Lokomotive Weißenfels in Theesen. Diese alte Verbindung sollte jetzt wieder aufgefrischt werden und so weilte am 16. + 17.Februar 1990 eine Vorstandsdelegation aus Weißenfels beim VfL Thee sen. Obwohl beide Seiten ihren besten Willen gezeigt haben ist es bis heute nicht gelulngen, dieses Vorhaben iln die Tat umzusetzen. So gab es nur das Freundschaftsspiel der Senioren am 02.Juni 1990 während des Internat.Pfingstturniers. Die Mannschaft de s VfL siegte mit 6:1 Toren.

In einem weiteren Einlagespiel besiegten die Alten-Herren des VfL Theesen die Mannschaft aus Chodev (Tschechien) mit 8:1 ! – Am Internat.A- und B-Juniorenturnier nahmen 1990 Mannschaften aus Holland, Tschechien, Torgau, Berlin und der Schweiz teil. Dabei gelangte die B-Jun.-Mannschaft des VfL sogar bis ins Endspiel. Dort verlor man jedoch mit 0:1 gegen die Mannschaft von BFC Preußen Berlin. Dieser Verein siegte auch im Endspiel der A-Junioren gegen Chemie Torgau.

Die Jugendabteilung beteiligte sich am Wettbewerb “Der zukunftsorientierte Verein” des FuLV-Westfalen e.V.! In einer umfangreichen Dokumentation haben Hans-Wilhelm Koch (1.Vorsitzender) und Michael Haselhorst (Jugendleiter) die Jugendarbeit i m VfL Theesen dargestellt. Auf Anhieb wurde dieses Konzept mit dem 3.Preis belohnt, einer Geldspende in Höhe von DM 1.500,00 für die Vereinsjugendarbeit.

ab 1991

Die Trimm-Dich- und Tischtennisabteilung haben zu dem Zeitpunkt einen starken Mitgliederrückgang zu verzeichnen. Für beide Abteilungen werden dringend jüngere Mitglieder gesucht. Die Stadt Bielefeld renoviert endlich elnen Duschraum im Sportheim, der VfL selbst installiert eine Not-Beleuchtung auf dem Hartplatz an der ehemaligen Gellershagenschule. So kann zumindest eine Hälfte des Platzes für Trainingszwecke benutzt werden.

Unter dem “Dreigestirn” Wolfgang Schmidt (Trainer), Wolfgang Bohle (Betreuer) und Karl-Heinz Pfeiffer (Obmann) gelingt der Wiederaufstieg zur Kreisliga A.

An diesem Erfolg waren folgende Spieler beteiligt:

Jens Seigwasser,

Joachim Klemm,

Marc Wittenberg,

Guido Kühn,

Gerhard Kytzia,

Thomas Demske,

Volker Scholz,

Jens Klostermann,

Herbert Tiemann,

Jens Röthemeyer,

André Diestelkamp,

Jochen Schäpersmann,

Christoph Beier,

Frank Nolte,

Knut Oermann,

Matthias Heibrok,

Axel Mechau,

Thorsten Jung,

Michael Rösner,

Uwe Meyer und

Jens Tiemann.

Leider sind die Sportfreunde G. Kytzia und K.H.Pfeiffer viel zu früh verstorben. Das Theesener Ur-Gestein Herbert Tiemann will nach 18 Jahren als aktiver Spieler in der 1.Mannschaft die Fußballschuhe an den berühmten Nagel hängen . . . Jahrelang hat er alle Höhen und Tiefen dieser 1.Mannschaft mitgemacht und war standhaft gegenüber den zahlreichen Abwerbungsversuchen von höher spielenden Vereinen. Der VfL ist ihm zu großem Dank verpflichtet.

Nach den Erfolgen von 1974 (Hallenmeister), 1987 (Vizemeister auf dem Feld) erringt die Altliga die offizielle Feld-Stadtmeisterschaft. Ein toller Erfolg, den folgende Spieler um Altligaboß Dieter Meyer errungen haben:

Hans-Jürgen Beyer, Dieter Pempeit, Hennes Klaus, Jürgen Tönsing, Hans-Jürgen Kreft, Rainer Eickmeyer, Reinhard Tesch, Peter Küsters, Klaus Frömberg, Friedhelm Beckmann, Wolfgang Bohle, Klaus Homringhaus, Wolfgang Schmidt und Karl-Heinz Pfeiffer.

Diese Altligaabteilung ist zu einem festen Bestandteil im Vereinsleben geworden. Zahlreiche gesellige Veranstaltungen (z.B. Vatertagswanderung mit Frauen und Kindern, Jahresfahrt, Weihnachsfeier etc.) sorgen immer für eine gute Stimmung in der Truppe.

Zum ersten Mal werden Überlegungen angestellt, das traditionelle Pfingstturnier anders zu gestalten. Den Anfang machte man schon 1991. Durch Vermittlung von Otto Zechmeister wurde die A-Junioren- mannschaft von Torpedo Moskau nach Theesen eingeladen. Die Gäste aus Moskau weilten für eine Woche in Theesen und das Team begeisterte die zahlreichen Zuschau er mit tollem Fußball. So war es nur natürlich, daß die Mannschaft dann auch das Turnier der A-Junioren im Endspsiel milt 5:0 Toren gegen den SV Gadderbaum gewann.

Am 17.Mai fand das Freundschaftsspiel unserer A-Junioren gegen Torpedo Moskau A-Junioren statt. Danach spielte eine Ostwestfälische Trainerauswahl gegen die Altliga des VfL ! Die Gäste aus Moskau trugen außerdem noch Spiele in Stuken brock und Lippstadt (gegen DSC Arminia Bielefeld) aus.

Die E11-Junioren wurden mit 36:0 Punkten und 105:5 Toren ein überlegener Gruppensieger und man dokumentierte damit einmal mehr die sehr erfolgreiche Vereinsjugendarbeit.

In der Saison 1991 / 92 spielen die A- und B-Junioren bereits in der Kreisliga A. Die C-Junioren haben gute Chancen, dieses Ziel auch zu erreichen. In der Osterwoche fährt die A-Junioren des VfL Theesen zu einem Gegenbesuch nach Moskau. De legationsleiter der 21köpfigen Gruppe waren Hans-Wilhelm Koch, Michael Haselhorst und Peter Niehaus. Vom 13.-17.April waren die Gäste aus Bielefeld in Moskau und es wurde ein reichhaltiges Programm absolviert. Nur zu gut blieb bei allen Beteiligten di e sehr gute Gastfreundschaft von Torpedo Moskau in bester Erinnerung. Das ausgetragene Freundschaftsspiel wurde mit 5:0 Toren verloren.

Am 06.Mai 1992 trug die Altligamannschaft ein Freundschaftsspiel gegen die Veteranen von Torpedo Moskau aus. Die Torpedo-Mannschaft gewann dieses Spiel mit 4:1 Toren. Beim Internat.Pfingstturnier wird ein Turnier für A-Junioren veranstalte t. Dabei nehmen u.a. die Mannschaften von FC Schalke 04, Bayer 05 Uerdingen, VfB Oldenburg, FC Remscheid u.a. teil. Dabei trat die Mannschaft von Bayer 05 Uerdingen u.a. mit dem späteren Bundesliga-Profi Marcus Feldhoff an.

Leider erwies sich die Teilnahme der Mannschaft aus Lagos / Nigeria als “Flop”. Aufgrund großer Visaprobleme mußte auf die Teilnahme der Afrikaner verzichtet werden. Trotzdem wurde auch diese Veranstaltung wieder ein großer Erfolg.

Im August 1992 nahm der VfL mit seinen A-Junioren an einem Turnier in Rzeszow / Polen teil, der Partnerstadt von Bielefeld. An der Reise nahmen auch Lothar Matthes (DFB und FLVW), Hartmut Wilkening (KJO Bielefeld), Hans-Wilhelm Koch (1.Vors. VfL Theesen) und Klaus Weber (Geschf. VfL Theesen) teil. Wir erinnern uns noch an die Visaprobleme zweier türkischer Mitspieler, an die Fahrt von Lothar Matthes von Cottbus nach Berlin, an die mißtrauischen Grenzbeamten, die sogar die Trikots sehen wo llten etc. – Erst nach einer 25-Stunden-Busfahrt erreichte man Rzeszow. Es war verständlich, daß die sportlichen Leistungen bei dem Turnier hinter den Erwartungen zurückblieben. Beim gesellschaftlilchen Teil dagegen haben die Gäste aus Bielefeld voll überzeugt. Nachdem man sich mit dem polnischen Nationalgetränk angefreundet hatte wurden die sprachlichen Barrieren schnell abgebaut. Rundum war dies ein gelungener Abend, der allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht hat.

Für die Spielzeit 1992/1993 übernahmen die Trainer Hans Danner (1. Mannschaft) und Hans-Jürgen Kreft (2. Mannschaft) die Trainingsleitung. Mit neuen Spielern wurde in beiden Mannschaften eine Umstrukturierung eingeleitet. Aufgrund vo n zahlreichen Ehrungen mußte die Jahreshauptversammlung vom 04.März 1993 im Lokal “Krug zum grünen Kranze” durchgeführt werden. Die Räumlichkeiten im Sportheim auf dem Sportplatz reichten hierfür nicht mehr aus. Das 20. internationale Pfin gstturnier fand vom 29.-31. Mai 1993 auf der herrlichen Rasensportanlage in Theesen statt. Diesmal waren A-Juniorenteams aus Dänemark (2), Polen und Ungarn zu Gast. Hinzu kkamen die A-Junioren von SV Werder Bremen, FC Schalke 04. VfB Oldenburg und FC Bay er 05 Uerdingen. Die Besonderheit der Bremer Mannschaft lag darin, daß sämtliche Spieler Japaner waren, die im Fußballinternat von SV Werder Bremen lebten. Im Endspiel besiegten dann die Mannen von IF Glostrup/Dänemark den VfB Oldenburg mit 3:1 nach Elfmeterschießen. Fast 3.000 Zuschauer besuchten an den Pfingsttagen die Sportanlage in Theesen.

Die F-Junioren wurden mit 32:0 Punkten und 141:10 Toren Gruppensieger. Erneut ein stolzes Ergebnis der rührigen Jugendabteilung des VfL.

Die C-Junioren verloren das Endspiel im Kreispokal gegen die C1-Junioren des DSC Arminia. Am Ende dieses Jahres wurde beschlossen, das Pfingsttunier anders zu gestalten und von den A-Junioren zu den B-Junioren zu wechseln. Hierdurch erhofften sich die Verantwortlichen besonders eine Aufwertung im sportlichen Bereich.

Anfang 1994 wurden die Vereinsbeiträge “angepaßt”. Sie haben bis heute Bestand und sind, aufgegliedert nach Alterklassen, wie folgt:

Bis 14 Jahre = 6,00 DM, 15-18 Jahre = 7,00 DM, über 18 Jahre = 8,00 DM – jeweils monatlich .

Die 21. internationale Sportwoche wurde vom 20.-29 Mai 1994 ausgetragen. Zum ersten Mal wurde das Haupttunier zu Pfingsten in der Altersklasse der B-Junioren ausgetragen mit so bekannten Mannschaften wie Malmö FF/Schweden, FC Bröndby Ko penhagen/Dänemark, Akron Nowgorod/Rußland, VfB Leipzig, SV Waldhof Mannheim, FC Carl Zeiss Jena, VfB 03 Bielefeld, DSCArminia Bielefeld, Tus Jöllenbeck und VfL Theesen. Mit dieser Neuerung hatten die Verantwortlichen im VfL den Durchbruck gesch afft, eines der besten Jugendturniere in Deutschland war entstanden. Dieses hochkarätige Turnier gewann dann der FC Carl Zeiss Jena durch einen 3:1 Sieg im Elfmeterschießen gegen Malmö FF/Schweden.

Die Zuschauer waren außerdem begeistert über ide Leistungen der Mini-Kicker beim Einlagespiel der Mannschaften von VfL Theesen und TuSJöllenbeck. Dieses Spiel gehört heute zur Tradition des Pfingstturniers und es erlebt alljä hrlich eine Neuauflage. Die F-Junioren sicherten sich mit einem 3:2 Sieg über den VFL Schildesche die Stadtmeisterschaft.

Nach der eigenen internationalen Sportwoche organisierten die VfL-Verantwortlichen ein großes C-Junioren-Tunier. Dieses stand unter dem Motto “Mein Freund ist ein Ausländer” und wurde von einem bekannten Bielefelder Autohaus gesponsert. Dieses Turnier mit 25 Mannschaften konnte der DSC Arminia im Endspiel gegen VfR Wellensiek mit 4:1 gewinnen.

Im Jahre 1995 wurde mit der Bandenwerbung auf dem Sportgelände begonnen. Im Januar fand ein Wochenendseminar für die Trainer und Betreuer der Fußballabteilung in der Sportschule Kaiserau statt. Dieses Seminar stand unter der Leitung von Hans Danner und es wurden gemeinsam die Richtlinien für eine erfolgreiche Jugendarbeit für die kommenden Jahre erarbeitet.

Gerd Nolte hatte die Aufgabe übernommen, behinderte Sportfreunde in ihrer Lieblingssportart “Fußball” zu trainieren. Eine Maßnahme, die überall positiv aufgenommen wurde.

Anfang 1995 waren 771 Mitglieder im VfL Theesen zu verzeichnen. Der Verein plant den Bau einer 4 Masten-Flutlichtanlage auf dem Hartplatz an der ehemaligen Gellershagenschule , damit soll die Traningsmisere im Winter endlich behoben werden. Daher muß der Um- bzw. Ausbau der erneuerungsbedürftigen Duschen/Umkleideräume im Sportheim in Theesen zurückgestellt werden.

ab 1995

Am 09.Mai 1995 fand im Sportheim auf dem Sportplatz in Theesen die Gründungsversammlung des “VEREIN DER FREUNDE UND FÖRDERER DER JUGENDARBEIT DES FVL 1949 THEESEN E.V.”statt. An dieser Versammlung nahmen 19 Sportfreunde teil, durchweg Eltern von Kindern der Fußballabteilung und Michael Haselhorst und Peter Niehaus als Jugendleiter. Zum Versammlungsleiter wurde Fußball-Abteilungsleiter Klaus Weber bestimmt, der anschließend die Wahlen zum Vorstand des Fördervereins leitete. Der 1. Vorstand des FÖRDERVEREINS setzte sich aus folgenden Personen zusammen:

1. Vorsitzender: Bernd Kassing

Geschäftsführer: Hans Hoppe

Kassiererin: Sonja Neumann

Schriftführer: Reinhard Steinmann

Beisitzer: Ulrich Dressing

Jürgen Fleer

Der §2 der Satzung gibt genaue Auskunft über Zweck, Ziel und Aufgaben:

” Der Verein will auf gemeinnütziger Grundlage die Jugendabteilung bei ihren sportlichen Aufgaben in ideeller und materieller Weise unterstützen.

a) durch Förderung von Veranstaltungen kultureller und sportlicher Art,

b) durch materielle Hilfe für die Einrichtung und Erweiterung des Jugendheimes,

c) durch Anschaffung von Geräten für eine modere Trainingsarbeit.”

Für die Mitgliedschaft im Förderverein wird ein Mindestbeitrag erhoben. Natürlich sind freiwilligen Spenden nach oben keinerlei Grenzen gesetzt. Mit diesem Förderverein “im Rücken” können nunmehr Vorhaben realisiert werden, die für die weitere Entwicklung des VfL Theesen von größter Bedeutung sind.

Zunächst muß jedoch die Fußballabteilung den Abstieg der 1. Mannschaft aus der Kreisliga A hinnehmen. In einem Entscheidungsspiel bei strömendem Regen in Hillegossen, wo eine große Schar von VfL-Fans der Mannschaft die Daumen drückte, verlor man mit 5:1 Toren gegen SV Gadderbaum II.

Wesentlich erfolgreicher lief es dagegen in der Jugendarbeit. Die E- und C-Junioren wurden Hallenmeister des Fußballkreises Bielefeld ! Am internationalen B-Junioren-Tunier /Pfingsten 1995 nahmen die Mannschaften IF Naestved/Dänemark, B -Junioren-Auswahl der Steiermark/Österreich, Karlsruher SC, VfL Borussia Mönchengladbach, SV Werder Bremen, Stuttgarter Kickers, FC Dynamo Dresden, DSC Arminia Bielefeld, VfL Schildesche und Vfl Theesen teil. Turniersieger wurden die B1-Junioren der Stuttgarter Kickers. Die Mannschaft des FC Dynamo Dresden wurde betreut von Klaus Sammer, dem ehemaligen 21fachen DDR-Auswahlspieler und Vater von dem Bundesligastar Matthias Sammer. Jahrelang nahmen daraufhin die Drednener am Turnier in Theesen teil, wobei man zunächst immer privat bei den Familien der Theesener Spieler untergebracht war. Beeindruckt von diesem gut organisierten Tunier und von unserer Jugendarbeit trat Klaus Sammer spontan dem Förderverein bei.

Im C-Junioren-Kreispokalendspiel verlor unsere Mannschaft mit 4:1 Toren gegen DSC Arminia.

Am 1. Theesener Weihnachtsmarkt an der Grundschule in Theesen – initiiert von der Elternschaft der Schule – beteiligte sich auch der Förderverein. Die hieraus erzielten anteiligen Einnahmen für den VfL dienten nur einem Zweck, dem Neubau eines Jugendheimes und dem Umbau des alten Sportheimes (3 neue Umkleidekabinen mit Duschen). Die neue Flutlichtanlage an der ehemaligen Gellershagenschule sorgt nunmehr für verbesserte Trainingsbedingungen in den Wintermonaten. Für nunmehr 10 Jahre räumt die Stadt Bielefeld dem VfL Theesen das vorrangige Nutzungsrecht für die Sportanlage an der Gellershagener Schule ein.

Auf der Jahreshauptversammlung am 20. März 1996 kann der 1. Vorsitzende Hans-Wilhelm Koch vermelden, daß nunmehr über 800 Mitglieder dem VfL Theesen angehören. Die beiden Senioren I + II spielen jeweils in der Kreisliga B, die Jugendfußballabteilung ist auf über 200 aktiven Spieler angewachsen. Die C-Junioren wurden Meister in der Kreisliga A und man schaffte dadurch auch den Aufstieg in die Bezirksliga. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte spielte damit eine Jugendmannschaft des VfL in einer überkreislichen Spielklasse. In den unteren Altersklassen der Fußballjunioren wird nur noch jahrgangsweise gespielt. Dadurch werden langfristig Vorteile durch Kontinuität in den Mannschaften erzielt.

Die 1. Herrenmannschaft der Tennisabteilung belegt bei den Rundenspielen einen guten 2. Platz. Aus allen anderen Abteilungen ist nur positives zu hören. Bei der Finanzierung der Flutlichtanlage am Horstheider Weg übernehmen Hans-Wilhelm Koch und Klaus Weber persönliche Bürgschaften um die Fertigstellung nicht zu stoppen.

Zu einem sportlichen Höhepunkt wird das Spiel unserer 1. Mannschaft gegen die 1. Mannschaft des DSC Arminia Bielefeld. Der DSC Arminia erfüllt dabei ein Versprechen aus alter Zeit, gegen die 1. Mannschaft des VfL Theesen in Theesen ein Freundschaftsspiel unentgeltlich auszutragen. Ernst Klostermann hat den damaligen Arminen-Manager an dieses Versprechen erinnert. Rüdiger Lamm hat dann dafür gesorgt, daß Ernst Middendorp mit seiner Mannschaft bald in Teesen antrat.

Bei strahlendem Sonnenschein hatten sich ca. 1000 Zuschauer eingefunden, die dann einen 15:0 Sieg der Profis von der Alm sahen. Der Überschuß in Höhe von ca. 10.000,00 DM diente Förder- und Hauptverein als Rücklage für das geplante Bauvorhaben. Fazit: Ein gelungener Fußballabend, ein 16 Jahre altes Versprechen wurde doch noch eingelöst und die Junioren des VfL konnten ihre Autogrammsammlung komplettieren.

Die D11-Junioren wurden Meister in der Kreisliga B und schafften damit den Aufstieg zur Kreisliga A. Das internationale B-Junioren-Tunier zu Pfingsten 1996 bestritten die Mannschaften von FC Peterborough/England, die B-Jun.Auswahl Fünen/Dänemark, SV Werder Bremen, Karlruher SC, BV Borussia Dortmund, Stuttgarter Kickers, FC Augsburg, 1.FC Dynamo Dresden, DSC Arminia Bielefeld und VfL Theesen. Wie bereits in den Jahren zuvor, so wurde auch diesmal wieder um den POKAL DER SPARKASSE BIELEFELD gespielt, dem Hauptsponsor dieser Verantstaltung. In diesem Jahr gewannen unsere Gäste aus Dänemark dieses Turnier. Es war außerdem zu beobachten, daß durch den Wechsel von den A- zu den B-Junioren auch mehr und mehr U16-Auswahlspieler in den Reihen der Mannschaften standen. Das VfL Jugend-Pfingstturnier genießt inzwischen auch bei Profivereinen der Bundesliga einen hohen Stellenwert. Man kommt gerne nach Theesen.

An der Spielzeit 1996/97 nahm der VfL Theesen mit 16 Jugendmannschaften am Spielbetrieb teil. Rechnet man die beiden Altligateams und die 3 Seniorenmannschften hinzu, so verfügte der Verein zu diesem Zeitpunkt über die größte Fußballabteilung im Fußballkreis Bielefeld. Dabei nahmen wir sogar mit 2 A-Juniorenmannschaften an den Pflichtspielen teil, ein Einzelfall im Fußballkreis. Dieser Mitgliederboom bringt natürlich für die Verantwortlichen große Probleme mit sich. Es müssen immer genügend Trainer, Betreuer und Helfer zur Verfügung stehen. Insgesamt sind das inzwischen über 40 Helfer, Betreuer, Trainer.

Die D-Junioren nehmen als Meister der Kreisliga A an den Spielen um die Westfalenmeisterschaft teil. Man scheitert jedoch an der Mannschaft von Union Minden. Die C-Junioren können den Klassenerhalt in der Bezirksliga leider nicht schaffen.

Die Tennisabteilung feiert das 20-jährige Bestehen der Abteilung mit einem tollen Winterfestin Horn-Bad Meinberg. Eine sehr gute Band sorgte für einen unvergeßlichen Abend. Die Damen und Herren spielen 1997 in der 1. bzw. 2. Kreisliga. Der Zuwachs in der Jugendabteilung hält unvermindert an. Das nächste Ziel ist die Gründung einer Jugendmannschaft.

Obwohl man im Jugendbereich in der Tischtennisabteilung sportliche Erfolge erringen konnte, sieht es um die Zukunft dieser Abteilung nicht sehr gut aus. Die Personaldecke bei den Senioren ist einfach zu dünn, die Mannschaft spielt in der 3 . Kreisklasse nur eine schwache Rolle. Im Jugendbereich läuft es bedeutend besser, hier fehlt es jedoch an geeigneten Trainern und Betreuern. Sportliche Höhepunkte bei der Jugend waren das Pokalhalbfinale in der 2. Kreisklasse sowie der 2. Platz in der Kreisliga.

Die Trimm-Dich-Abteilung der Männer bestand 1997 bereits stolze 25 Jahre, die Männer der ersten Stunde waren Fritz Uhte und Paul Herde. – Positives war auch aus der Damen-Gymnastik- und Kinder-Gymnastik-Abteilung zu berichten.

Die Auslosung zum internationalen Pfingsttunier fand in der Halbzeit des Zweit-Bundesligaspieles DSC Arminia – Karlsruher SC auf der Alm statt. Diesmal nahmen die Manschaften von Sparta Prag/Tschechien, Fyns Boldspil Union/Dänemark, 1860 M ünchen, Hamburger SV, Karlsruher SC, 1.FC Dynamo Dresden, FC Hans Rostock, DSC Arminia, Borussia Dortmund und VfL Theesen teil. Bundestrainer “DIXI” Dörner besuchte während der Tuniertage seinen Sohn, der in der Mannschaft von Dynamo Dresden spielt e. Im Finale besiegte der KSC die Mannschaft von 1860 München mit 6:5 nach Elfmeterschießen. Beide Mannschaften reisten übrigens gemeinsam in einem Autobus an !!!

Auch 1997 war das Turnier wieder mit zahlreichen U15- und U16- Nationalspielern besetzt. Durch diese Veranstaltung hat sich der VfL Theesen in der deutschen und europäischen Turnierlandschaft einen guten Namen gemacht. Der B-Junioren-Trainer von Bayer 04 Leverkusen besucht die Veranstaltung des VfL und zeigt großes Interesse auch mit seiner Mannschaft einmal teilnehmen zu wollen.

Die A-Junioren schaffen unter Trainer Wolfgang Irmer erstmals in der Geschichte des VfL den Aufstieg zur Bezirksliga. Dies ist innerhalb von 2 Jahren der Aufstieg von der Kreisliga B zur Kreisliga A nunmehr der Sprung in die Bezirksliga. Wolfgang Irmer hat eine spielstarke Mannschaft geformt, die auch für den VfL Theesen in Zukunft einiges erhoffen läßt. Die Seniorenabteilung sollte davon in erster Linie profitieren.

Anfang des Jahres 1998 hat der 1. Vorsitzende Hans-Wilhelm Koch mitgeteilt, daß er nach 14-jähriger Amtszeit auf der Jahreshauptversammlung am 11. März nicht mehr für dieses Amt kandidieren wird. So mußten also Vorbereitungen für eine Wachablösung getroffen werden. Den neuen Vorstand bildeten dann Klaus Weber (1. Vorsitzender), Manfred Heidemann (2. Vorsitzender), Ulrich Westerwelle (Hauptkassierer und Geschäftsführer) und Ernst Klostermann (Schriftführer). Der scheidende 1. Vorsitzende Hans-Wilhelm Koch zeichnete Ernst Klostermann und Klaus Weber für langjährige ehrenamtliche Mitarbeit besonders aus.

Hans-Wilhelm Koch hatte den Verein 14 Jahre geführt und wurde für seine großen Verdienste von seinem Nachfolger Klaus Weber mit einer Verdienstnadel ausgezeichnet. Er war damit das erste Vereinsmitglied im VfL, dem diese Ehrung zuteil wurde.

An dieser Stelle sei dem Autorenteam erlaubt, noch einmal auf eine schon vorher erwähnte Bemerkung in dieser Chronik zurückzukommen die den unermüdlich für den VfL arbeitend en und denkenden ‘Motor’ des Vereins, Walter Engelbrecht betrifft. Er ist es gewesen, der ohne Zweifel die ersten Jahrzehnte des VfL entscheidend mitgeprägt hat. Er ist es auch gewesen, der sich vorbildlich und ständig um geeignete Mitstreiter und Hel fer für alle Belange des Vereinswesens gekümmert hat. Ohne die vielen stillen Helfer im Verein – der VfL hat erfreulicherweise eine ganze Reihe davon – ist Vereinsarbeit nicht möglich. Schon früh hat Walter Engelbrecht erkannt, daß der junge Sportfreund Klaus Weber – damals noch Spieler der 2. Mannschaft – nicht so sehr für den aktiv sportlichen Bereich geeignet war, sondern eher Interesse und Qualitäten für das Funktionärswesen im Verein mitbrachte.

Was aus dieser von Walter Engelbrecht geborenen Idee geworden ist, sei hier nur in Stichworten kurz erwähnt:

Die 1965 von Klaus Weber begonnene Funktionärslaufbahn im VfL erstreckt sich auf folgende Stationen: Als junger Trainer im Jugendbereich angefangen und gleich die ganze Jugendabteilung neu organisiert, z. B. in neue Altersklassen F- und E-Junioren, später dann Leiter der Jugendabteilung. Über Geschäftsführer Fußballabteilung – über 30 Jahre lang! – wurde er für kurze Zeit auch Geschäfts- führer des Gesamtvereins. Er war auch Pressewart, Sozialwart und hat so ganz nebenbei auch noch eine Jugendvolleyballabteilung aufgebaut und hat auch als Betreuer einer Tischtennisjugendmannschaft fungiert. Natürlich war er auch zwischendurch mal 2. Vorsitzender des VfL und amtet jetzt als Nachfolger von Hans-Wilhelm Koch im Jubiläumsjahr als 1. Vorsitzender .

An dieser Vielzahl von ehrenamtlichen Tätigkeiten für den VfL ist unschwer zu erkennen, daß sich Klaus Weber eben um alles kümmert. Daß die Fußballabteilung des VfL heute diese Größe erreicht hat, (mitgliederstärkste Fußballabteilung im Fußballkreis Bielefeld) ist sicher auch mit sein Verdienst. Daß derartige Aktivitäten – neben manchem Ärger – gelegentlich auch mit Auszeichnungen und Ehrungen verbunden sind, versteht sich fast von selbst. Hier die wichtigsten: DFB-Aktion “Ehrenamt”: Ehrenamtspreisträger für den Fußballkreis Bielefeld im Jahre 1998, verbunden mit einem “Dankeschön-Wochenende” des DFB in Cottbus vom 19.-21. März 1999. Ehrennadel des FLVW in Silber 1983, in Gold 1992.

Neben dem normalen “Alltagsgeschäft” widmete sich der neue Vorstand, gemeinsam mit dem Förderverein nunmehr um die Verwirklichung des Bauvorhabens “Neubau/Umbau -Jugendheim”. Die Finanzierung mußte sichergestellt werden und die Anträ ge bei der Stadt Bielefeld, der Bezirksregierung in Detmold und beim FuLV-Westfalen wurde eingereicht. Es mußten Angebote eingeholt werden und es wurden Kostenvegleiche gemacht. Es wurde mit dem Förderverein vereinbart, daß sämtliche Zuschüss e auf ein gemeinsames Baukonto fließen und alle anfallenden Rechnungen von diesem Baukonto bezahlen werden. Die Vorbereitungen waren abgerschlossen, es mußte nur noch der Startschuß fallen.

Die Auslosung für das Pfingstturnier ’98 nahm Bob-Olympiasieger Olaf Hampel vor. Zum 1. Mal nahm der Deutsche B- Junioren-Rekordmeister VfB Stuttgart mit seiner Mannschaft teil. Des weiteren konnten in Theesen folgende Mannschaften begrü ßt werden: 1. FC Dynamo Dresden, KFC Uerdingen, Eintracht Frankfurt, DSC Arminia Bielefeld, FC Hansa Rostock, FC Basel/Schweiz, Sparta Prag/Tschechien, Karlsruher SC und die Mannschaft des Veranstalters. Das Finale gewann der KSC gegen KFC Uerdingen mit 4:1 nach Elfmeterschießen.

Der Trainer des VfB Stuttgart zog nach dem Turnier folgende Bilanz:

“Das Turnier in Theesen hat in Deutschland, allein schon durch die Mundzumundpropaganda, einen sehr hohen sportlichen Stellenwert. Die Spiele und die Leistungen haben dies nachdrücklich bewiesen. In solch einem Turnier kann man den Standort seiner Truppe sehr gut bestimmen, da hier Teams vertreten sind, auf die wir bei den Spielen zur Deutschen Meisterschaft auch treffen können. Zudem ist es für die Spieler auch eine willkommene Abwechslung zum manchmal tristen Meisterschaftsalltag.” Ein dickes Lob von kompetenter Seite, das die Verantwortlichen gern hörten.

Im ersten Spieljahr in der Bezirksliga belegte die A-Jugend des VfL Theesen einen hervorragenden 4. Platz. Diese A- Junioren hätten durchaus auch Gruppensieger werden können, das spielerische Vermögen war auf jeden Fall vorhanden und die gute Leistung sicher auch ein Verdienst des neuen Jugend-Trainers Jürgen Fleer.

Am Ende der Spielzeit 1997/98 belegte die 1. Mannschaft in der Kreisliga B/Gr. 2 den 2. Platz und stieg damit wieder zur Kreisliga A auf. Der mit Beginn der Spielzeit 97/98 neu verpflichtete Erfolgstrainer Trainer Bodo Reisinger und seine junge Truppe hatten ganze Arbeit geleistet und der Aufstieg war hochverdient. Leider mußte die 2. Mannschaft zur Kreisliga C absteigen. Der Aderlaß am Ende der Spielzeit 1996/97 war einfach zu groß gewesen.

Die Anwohner der Sportanlage in Theesen beklagen zu diesem Zeitpunkt unzureichende Parksituation rund um das Sportgelände in Theesen. Außerdem wird kritisiert, daß die Lärmbelästigung abends stark zugenommen hat. Anwohner und Vorstand des VfL Theesen setzen sich an einen Tisch und erarbeiten eine gemeinsame Lösung. Die Stadt Bielefeld genehmigt auch das Parken am Horstheider Weg – parallel zum Sportplatz. Außerdem soll der Parkplatz an der Grundschule in Theesen stärker benutzt werden.

Sämtliche Jugendtrainer und Betreuer halten am 15. August 1998 eine Arbeitstagung im Sportheim ab. Dabei werden die Ergebnisse der Arbeitstagung aus Kaiserau aufgearbeitet. Zum ersten Spiel der 1. Mannschaft in der Saison 1998/99 werden ge zielt Freunde und Gönner unseres Vereins zum Besuch eingeladen. Dies ist bei allen Beteiligten sehr gut angekommen. Die von Bodo Reisinger neugeformte Mannschaft stellte sich mit einer sehr respektablen Leistung dem Publikum des VfL.