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Lokalpresse vom 18.05.2013

Nachfolger von Werder Bremen gesucht

NACHWUCHSFUSSBALL: Acht Teams bewerben sich beim 40. B-Junioren-Pfingstturnier des VfL Theesen um den Siegerpokal

Bielefeld (nw/dogi). Am heutigen Samstag um 14 Uhr fällt der Startschuss für die 40. Auflage des Internationalen B-Junioren-Fußballturniers des VfL Theesen, bei dem es wie immer um den Pokal der Sparkasse Bielefeld geht.

Das Turnier beginnt mit der Begegnung Arminia Bielefeld gegen den FC Basel, die sich in der Gruppe A außerdem zudem mit Borussia Dortmund und Feyenoord Rotterdam auseinanderzusetzen haben. In der Gruppe B spielen Maccabi Tel Aviv, der VfB Stuttgart, der 1. FC Köln und das Team des Gastgebers die beiden anderen Halbfinalisten aus.

Besondere Aufmerksamkeit gilt naturgemäß dem Team mit der weitesten Anreise, diesmal also Maccabi Tel Aviv, dem ersten Turnierteilnehmer aus Asien, der bereits seit Donnerstag in Bielefeld weilt. Die Nachwuchsteams der deutschen Bundesligisten sind aber im Vergleich zu den Israelis stärker einzuschätzen.

Für den Gastgeber ist es naturgemäß nicht einfach, sich im Konzert der Großen zu behaupten. Theesens Trainer Tim Brossog erwartet aber von seinem Team, „dass wir über die gesamten Turniertage alles investieren“. Vielleicht reiche es ja für die eine oder andere Überraschung: „Die Jungs sind dazu in der Lage, das haben sie schon mehrfach bewiesen. Wir müssen aber in jedem Spiel an unser Limit gehen.“ Brossog möchte zumindest das Spiel um Platz fünf erreichen und nennt den VfB Stuttgart und Borussia Dortmund als seine beiden erklärten Top-Favoriten.

Das Turnier beginnt wird am heutigen Samstag um 14 Uhr mit der Vorrunde, die am Sonntag ab 10 Uhr fortgesetzt wird. Am Montag folgt der Finaltag mit den Halbfinals (ab 10.15 Uhr), das Endspiel beginnt um 15.45 Uhr.

Maccabi Tel Aviv feiert Premiere

Erlesenes Achter-Feld beim 40. Internationalen B-Junioren-Pfingstturnier des VfL Theesen

Bielefeld(WB/wie). Die 40. Auflage des Theesener B-Junioren-Pfingstturniers um den Pokal der Sparkasse Bielefeld kann beginnen. »Wir sind startklar«, sagt Organisator Michael Haselhorst, der den Zuschauern an drei Fußballtagen sportliche Leckerbissen verspricht: »Wir haben wieder ein internationales Topfeld am Start.«

Erstmals nimmt eine Mannschaft aus Asien am Turnier in Theesen teil. Maccabi Tel Aviv, der größte und erfolgreichste Verein in Israel, reist mit einigen Nationalspielern an. Maccabi ist bereits am späten Donnerstagabend in Bielefeld eingetroffen und fiebert nun seiner Turnierpremiere entgegen. »Dort scheint alles sehr professionell abzulaufen«, schildert Michael Haselhorst seine ersten Eindrücke.

Tel Aviv trifft in den Gruppenspielen auf den VfB Stuttgart, der als amtierender deutscher B-Junioren-Vizemeister und aktueller Bundesliga-Tabellenführer anreist. Der VfB konnte das Turnier in Theesen in den Jahren 2000 und 2005 gewinnen. Der 1. FC Köln, Deutscher Meister von 2011, sowie Gastgeber VfL Theesen (Westfalenliga) streiten sich in der Gruppe mit Tel Aviv und Stuttgart um den Einzug ins Finale.

In der anderen Gruppe muss sich die U 17 des DSC Arminia, Westfalenliga-Primus und Turniersieger von 2009 und 2010, ebenfalls nationaler und internationaler Top-Konkurrenz erwehren. Borussia Dortmund will nach dem Halbfinal-Aus im Vorjahr (3:5 n. E. gegen den späteren Sieger Werder Bremen) diesmal nach dem Sparkassen-Pokal greifen. Gleiches gilt für den Nachwuchs des FC Basel, mehrfacher Landesmeister der Schweiz, und Feyenoord Rotterdam – Vorzeigeklub aus den Niederlanden. Rotterdam hat gerade erst das Finale um den holländischen B-Junioren-Pokal verpasst. Die Halbfinal-Niederlage gegen Ajax Amsterdam passte den Theesener Verantwortlichen aber ganz gut, denn sonst hätte Rotterdam an Pfingsten das Pokal-Endspiel in Holland austragen müssen.

»Samstag ist Schautag, Sonntag Haupttag, Montag Finaltag.« So fasst Michael Haselhorst die drei Turniertage prägnant zusammen. Der im Vorjahr erstmals eingeführte Modus mit nur noch acht Mannschaften habe sich zudem bewährt. Haselhorst: »Dadurch können wir alle Spiele auf unserem Naturrasen austragen und haben viel mehr Laufruhe drin.«

Aus einer kleinen Idee ist etwas Großes entstanden

Das Theesener Pfingstturnier ist zu einer internationalen Topveranstaltung gereift

Bielefeld (WB). Als sich Klaus Weber, Ernst Klostermann und Werner Garbe zu Beginn des Jahres 1974 zusammensetzten, um über die Entwicklung des damals noch kleinen VfL Theesen zu sprechen, hatten sie eine Idee: Der Verein sollte ein großes Turnier ausrichten, bei dem auch auswärtige Klubs mitspielen. Die drei Fußballverrückten suchten einen passenden Termin und mobilisierten Eltern und Trainer, um das Turnier an Pfingsten auf die Beine zu stellen.

Dass aus dem anfangs eher beschaulichen Wettbewerb, den im ersten Jahr die Spvg. Castrup 20/26 gewann, inzwischen eine internationale Spitzen-Veranstaltung mit so klangvollen Namen wie Borussia Dortmund, VfB Stuttgart, FC Basel oder Feyenoord Rotterdam geworden ist, hätten sich die drei Väter des Theesener Pfingstturniers vor 39 Jahren wohl kaum träumen lassen. Nun steht die 40. Auflage an. Besonderer Gast ist dieses Mal die Mannschaft von Maccabi Tel Aviv, dem größten und erfolgreichsten Verein Israels. Zum ersten Mal nimmt damit eine Mannschaft aus Asien am Theesener B-Junioren-Turnier teil.

»In den Anfängen haben wir parallel ein A- und B-Jugend-Turnier mit jeweils acht Mannschaften gespielt«, erklärt Klaus Weber, der damals mit Klostermann, dem früheren Stadionsprecher des DSC Arminia Bielefeld, und Garbe, dem ehemaligen VfL-Jugendleiter (beide verstorben), das Organisationsteam bildete und heute 1. Vorsitzender des VfL Theesen ist. Das Turnier sei früher zwar insgesamt kleiner und weniger aufwendig gewesen, dafür seien aber in den 1970er und 80er Jahren viele Freundschaften zu den teilnehmenden Mannschaften entstanden – zum Beispiel zum TV Hamburg-Farmsen, der das Turnier in den Anfangsjahren viermal gewann.

Nach und nach kamen immer mehr internationale Gäste – aus den Niederlanden, Belgien, Dänemark, der Schweiz oder aus Afrika. Zu Beginn der 90er Jahre schaffte es das Organisationsteam des VfL Theesen, zu dem bereits der heutige Turnier-Koordinator Michael Haselhorst gehörte, Vereine an die Gaudigstraße zu locken, die schon auf europäischer Bühne für Aufsehen gesorgt hatten: Torpedo Moskau (Sieger 1991) oder Bayer 05 Uerdingen (Sieger 1992).

Theesen war jedoch gezwungen, den nächsten Schnitt zu machen, wie Michael Haselhorst betont: »Wir mussten uns spezialisieren. A- und B-Jugendturnier war eines zu viel.« Und da es schon viele gute A-Jugendturniere in Deutschland gab, entschieden sich die Verantwortlichen für ein B-Jugendturnier. Das Konzept hatte Erfolg. Das gestiegene Niveau, die Theesener Gastfreundschaft und die familiäre Atmosphäre sprachen sich herum.

1994 spielte mit dem FC Carl Zeiss Jena erstmals eine ostdeutsche Mannschaft in Theesen vor und gewann gleich den Pokal der Sparkasse Bielefeld. Damals bei Jena im Tor stand ein Jugendlicher, der den deutschen Profisport vor Jahren durch seinen Suizid bis ins Mark erschütterte: Robert Enke. Der ehemalige Nationaltorwart ist aber nicht der einzige Fußballprofi, der als B-Jugendlicher schon seine Visitenkarte an der Gaudigstraße hinterlassen hat. Sami Khedira (Real Madrid), Mario Gomez (FC Bayern München), Marco Reus (Borussia Dortmund), Julian Draxler (FC Schalke 04), Marko Marin (FC Chelsea) und Aaron Hunt (Werder Bremen) gehören ebenfalls dazu – um nur einige Namen zu nennen.

Selbstverständlich sind auch die internationalen Teams mit Nationalspielern gespickt. »Für die Mannschaften ist das Turnier eine willkommene Abwechslung zum Liga-Alltag. Sie können sich bei uns mit Teams messen, auf die sie sonst nicht treffen. Es ist für sie auch eine Standortbestimmung«, sagt Michael Haselhorst, dessen gutes Netzwerk auch schon dafür gesorgt hat, dass Nationalmannschaften die Reise nach Bielefeld antraten – beispielsweise die U17 Namibias, die spanische B-Jugend-Auswahl und die U17-Auswahl der USA.

Mehr als 50 freiwillige Helfer sorgen mittlerweile für den reibungslosen Ablauf der dreitägigen Veranstaltung. Verpflegung für Spieler und Trainer, Hotels für die Mannschaften und Sponsoren finden. »Vom Aufwand her und logistisch ist das Turnier jedes Jahr eine große Herausforderung«, sagt Michael Haselhorst. Und wo steht das Turnier in zehn Jahren? »Es noch größer aufzuziehen, ist kaum möglich. Wir sind am Limit. Wir wollen aber weiterhin neue Mannschaften nach Theesen holen – wie in diesem Jahr Maccabi Tel Aviv.«

Für den Verein ist das Pfingstturnier um den Pokal der Sparkasse Bielefeld überlebenswichtig. Schließlich finanziert der VfL den Großteil seiner Jugendarbeit von den Einnahmen.